Waka Kuychi
Ayahuasca Retreats Ecuador























Ayahuasca & ich




Om Metakuysin!
Als «Mujer de la Medicina», blicke ich auf 13 Jahre Medizinarbeit und auf über 300 Ayahuascanächte zurück. Seit 2021 leite ich Zeremonien.
Nach meiner ersten Begegnung mit der Grossmutter Ayahuasca, wusste ich, dass ich einen Schlüssel in der Hand hielt, der mit Zutritt in jenseitige Welten gewährte. Erika Akire Shirma hat mich an - und begleitet und ich lernte, wie ich mit der Medizin arbeite und wie ich diese Welten bereise. Ein langer und nicht leichter Weg lag vor mir.
Ich arbeitete mein pränatales Trauma des verlorene Zwillings und meine Geburt auf. Damit verbunden war natürlich die Beziehung zu meiner Mutter und die Auswirkungen, die mein nicht anwesender Vater mit sich brachte. Im wahrsten Sinne des Wortes - alles wurde durch – und beleuchtet: meine Kindheit, Pubertät, die Beziehungen zu den Männern und Partnerschaften, mein Suchtverhalten, mein Verhalten gegenüber Autoritätspersonen und anderen Menschen, die in meinem Leben eine Rolle spielten.
Ich reiste in frühere Leben und öffnete mich für all die Geschichten die sich zeigten und die in meine Erinnerung zurückkehrten. Ich war bereit und reif. Für das Schöne und das weniger Schöne. Ich begriff, dass durch das Anerkennen dessen was war und ist, bedingungslose Wertschätzung nötig ist.
Auch wenn die erste Begegnung mit der Grossmutter Ayahuasca so herzöffnend und unbeschreiblich tief bewegend war, so waren die Begegnungen die darauffolgten, sehr anspruchsvoll und körperlich intensiv, da sich unbewusste Widerstände zeigten. Manchmal war es kaum auszuhalten. Manchmal überwältigte mich eine Flut an Informationen, die durch mein Bewusstsein strömten – ohne Zeit und ohne Raum – alles gleichzeitig. Ich lernte die Kontrolle loszulassen und zu vertrauen. Ich lernte, wie ich die Informationen filtere, wie ich zu den Antworten gelange, um meine Fragen zu beantworten. Ich lernte wie ich meine geistigen Helfern und Geistführern rufen kann und wie ich mit ihnen kommuniziere.
Grossmutter Ayahuasca gewährte mir tiefe Einblicke in das kosmische Spiel und andere Dimensionen. Sie offenbarte mir Geschichten über die Seelenwanderungen, wer wir sind, woher wir kommen, wohin wir gehen und was das Leben für einen Sinn hat. Sie zeigte mir, wie jeder einzelne unterwegs ist und wir durch all die Leben und Geschichten verbunden sind.
Grossmutter Ayahuasca zeigte mir meine tiefsitzenden Ängste und Widerstände auf, die mein Verständnis für das Göttliche trübten. Sie führte mich auf wundervoll kreative und witzige Weise an verborgene Aspekte meines Seins. Wie ein Traum. Immer und immer wieder, in andere Leben, in andere Rollen und mit anderen Geschichten. Mal als tyrannischer Bösewicht, mal als demütiger Heiliger, mal als geschundenes Opfer. Und ich erkannte was der Schatten warf, was nach Vergebung rief und ich konnte loslassen und vergeben. Ich lernte zu verstehen, dass Widerstand genauso erlebt und geschätzt werden will, wie die Demut.
All die Missverständnisse, die verdrehten Glaubensätze und deren Auswirkungen. Alles will bedingungslos gesehen und wertgeschätzt werden, bis nichts mehr bleibt, ausser Dankbarkeit an die Erinnerung. Die göttliche Liebe ist wertfrei, neutral und allumfassend.
Unsterblich ist das was übrig bleibt, wenn das ganze Drama seinen Schrecken verliert.
Grossmutter Ayahuasca weckt und aktiviert die gnadenvolle und geduldige Meisterinstanz in mir, die mir den unbegrenzten Zugang zur göttlichen Weisheit und dem Meer aller Möglichkeiten eröffnet. Sie lehrt, tröstet und fordert mich. Manchmal ist sie streng und schonungslos ehrlich. Manchmal ist sie sanft und fürsorglich. Manchmal ist sie sehr witzig. Sie nährt die göttliche, allumfassende Liebe in mir und zeigt, wie sehr alles geliebt ist. Denn selbst im Hass, zeigt sich die Liebe durch ihren Mangel.
Ich darf mein Ayahuasca selbst kochen. Es ist stark, lichtvoll und sehr angenehm zum Einnehmen. Sie ist ein grosses Geschenk und es ehrt mich sehr, dass sie in meinem Leben ist und ich eine Art Reisebegleiterin für Menschen sein darf.
Keine Zeremonie gleicht einer anderen. Und vor ab: auch nach über 300 Zeremonien braucht es für mich immer noch etwas Überwindung, um sie zu mir zu nehmen. Verzeih mir, Abuelita!
Ich bin erfüllt mit Dankbarkeit für alles was ich lernen und verlernen durfte, für jeden Schritt – auch für jene die mich auf Umwege brachten und dass ich diesen wunderbaren Regenbogenweg beschritten habe und gehe.
Ich danke meinem Mami, Shirma und all den anderen Lehrer und Menschen die mich inspirierten. Ich danke all den Menschen die den Weg zu mir gefunden haben und ich bedanke mich bereits bei jenen, die den Weg noch zu mir finden. Ich danke meinen Freunden und Begleiter aus dieser und der jenseitigen Welt. Für all die wohlgesinnten und den nicht so wohlgesinnten Begegnungen. Würde nur eine einzige fehlen, wäre ich um eine Erfahrung ärmer. Und ich danke mir, für all die Nächte und jede Träne, von denen ich mich reich beschenken liess! Ich danke mir, dass ich den Regenbogenweg gehe. ​
Jemand hat einmal gesagt, dass es immer weiter – es endet nie…
Ich bin gesegnet!
Danke Abuelita, Danke-Danke-Danke!​