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mehüber mich

Geboren im Zürcher Unterland, getauft auf Corinne Veuve, fand meine erste weltliche Ausbildung im Hotel statt.

 

Weitere Aus- und Weiterbildungen im Führungs- und Organisationsmanagement folgten. Ich leitete während fast 30 Jahre in Alters- und Pflegeheimen die Hotellerie. Die Karriere lief gut und die Arbeit mit und für die alten Menschen bereitete mir Freude.

 

2005 begann ich während mehreren Jahren intensiv Aikido zu praktizieren. Dadurch bekam mein Leben im wahrsten Sinne, neuen Schwung. Mir gefiel der Ansatz der defensiven Kampfkunst und setzte mich mit deren Philosophie auseinander. Ich war zufrieden mit dem, was ich alles erreicht hatte.

 

Dennoch fehlte meinem Leben etwas. Irgendwie fühlte sich die Oberflächlichkeit mit der ich Tag ein und Tag aus lebte, langweilig und unerfüllt an. Daran konnten auch all meine Männergeschichten, der Alkohol und die Drogen, die phasenweise mein Leben bestimmten, nichts ändern.

 

Ich weiss noch ganz genau wo ich war und was ich tat, als eine interne, unmissverständliche Anweisung mich aufforderte, dass es nun Zeit sei, mich mit meiner Spiritualität auseinanderzusetzen. 

Ich widersprach nicht, obwohl Spiritualität, Transformation, Bewusstsein damals doch eher Fremdwörter waren, die ich mit seltsam lustigen Vorstellungen verband. Und ich wusste auch nicht, woher diese «Stimme» kam, aber ich wusste, dass es Zeit war (für was auch immer). 

 

Ohne Plan, ausser der Idee eine Dunkeltherapie machen zu wollen, begann der «Weg» mit dem «Projekt Spiritualität». So tauchte Erika Akire Shirma Lengacher, eine initiierte Ayahuasca Schamanin und Trauma-Therapeutin, das erste Mal in meinem Leben auf. Sie verschwand auch gleich wieder, weil sie fand, dass ich noch nicht bereit für eine Dunkeltherapie sei. Es vergingen einige Monate und ich las in einem Buch von einer Medizin im Regenwald. (Ayahuasca war damals ein Zungenbrecher für mich). Shirma bot damals eine 4-wöchige Ayahuasca Heilreise in den ecuadorianischen Regenwald an. Und obwohl mich das Erbrechen und die damit verbundenen Darmentleerungen im Dschungel mit all den Viechern abschreckten, meldete ich mich an. Ja, rückwirkend betrachtet, war die Begegnung mit Shirma und Ayahuasca Vorsehung. 

 

Und so landete ich, total "grün" hinter den Ohren und ohne wirklich zu wissen auf was ich mich da einlasse, statt in der Dunkelheit im Regenwald. 

Diese Reise wurde eine unvergessliche, tiefergreifende und heilsame Erfahrung für mich.  In den darauffolgenden Monaten arbeitete ich meine Traumatas auf. Bereit für mehr reiste ich Ende 2013 erneut nach Ecuador und erhielt mein 2. Natenamu (Ayahuasca Initiation). Nach der Rückkehr dieser Reise, das war anfangs 2014, kündigte ich meinen Job im Altersheim, meine Wohnung und reiste für ein Jahr alleine, ohne ein Wort Spanisch zu sprechen, nach Ecuador und lernte mit und von den indigenen Ayahuasca Schamanen. 

Im Sommer 2015 kehrte ich wieder in der Schweiz zurück. Es folgten mehrere Jahre Bewusstseinsforschung bei Free Spirit bei Bruno Würtenberger. Ich bildete mich zur Sterbe- und Trauerbegleiterin aus und vertiefte neben der Medizinarbeit weiterhin meine schamanischen Kenntnisse und Fähigkeiten. 

 

Als mich 2021 Erika Akire Shirma, die mittlerweile in Ecuador lebte und nicht nur meine Lehrerin, sondern auch eine Freundin geworden war einlud, um gemeinsam mit ihr ein Ayahuasca Zentrum im Regenwald aufzubauen, nahm ich die Einladung sofort an. Ich kündigte erneut meinen Job und Wohnung und wanderte im Sommer 2022 nach Ecuador aus. Ich durchlief eine intensive und prägende Lehrzeit mit Ayahuasca und Shirma. Meine 4. und letzte Ayahuasca Initiation erhielt ich im September 2023. 

 

Shirma und ich fanden ein schönes Stück Primärregenwald auf dem wir unser Zentrum bauen wollten. Wir standen kurz von dem Kauf. Doch es sollte nicht so weit kommen; Erika-Akire Shirma starb innert wenigen Wochen und ihre Asche wurde am 2. Dezember 2023 dem Fluss Rio Napo übergeben.

Ich war geschockt, irritiert und wütend und weil ich ein Jobangebot aus der Schweiz erhielt, kehrte ich im Januar 2024 wieder in die Schweiz zurück.

 

Das Jahr 2024 war ein äusserst anspruchsvolles Jahr. Dunkle Gedanken besetzten mich und begannen meinen Geist zu vergiften und raubten mir meine Lebendfreude. Es wurde mir rasch klar, dass ich vom Weg abgekommen bin und ich dies berichtigen muss. Während ich mich in der vertrauten Heimlandschaft und meinen Aufgaben als Bereichsleitung Hotellerie nicht mehr zurechtfand, absolvierte ich eine Coaching Ausbildung "The Work" by Katie Byron, die mich in meinem Integrationsprozess unterstütze. 

 

Meine Medizinarbeit indes war stärker und tiefer als je zuvor. Ich durfte viele heilsame und sehr lichtvolle Heilnächte leiten. An dieser Stelle danke ich allen Menschen, die den Weg zu mir gefunden haben und mir das Vertrauen und die Offenheit geschenkt haben. 

 

So verarbeitete ich den Verlust von Shirma und durch die Medizinnächte wurde mir bewusst, dass ich meinen «Regenbogenweg» in Ecuador fortsetzen will. Genau ein Jahr später, im Januar 2025, kehrte ich wieder nach Ecuador und setze meinen «Regenbogenweg» unabhängig und selbständig fort. 

 

Ich lebe glücklich in Tena im Kuychi Wasi, ein wunderbares Haus am Stadtrand, am Fluss Pano. Hier empfange ich Menschen zu ihrem Ayahuasca Retreat.

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